Braunschweig, 17.09.2016

Achtung Sprengung!

Ein langer Ton ist zu hören. Achtung: Deckungsräume aufsuchen. Nun steigt die Aufregung des Sprengberechtigten. Wird alles klappen?

Ist alles gesichert, damit niemandem etwas passieren kann? Ja, es ist schon sehr nervenzerreißend für den Sprengberechtigten. Man hat genau auf diesen Punkt hingearbeitet: Gelände erkundet, Material geprüft, berechnet, Sicherheitskonzept entwickelt sowie Gefährdungsbeurteilung geschrieben. Dies gilt immer! Auch für Übungen.

Wie gesagt, aufregend ist es immer – und an diesem Tag, den 17.09.2016 besonders: Hatte doch ein frisch von der Prüfung kommender Sprengberechtigter seine allererste, allein verantwortliche Sprengung!

Seine Aufgabe an diesem Tag war es, Ausbildungssprengungen unter Einsatzbedingungen für die Sprenggehilfen durchzuführen. Hierzu hatte er ein weites Spektrum von Materialen geplant – unter anderem das Sonderverfahren Sprengplattieren. Dieses Verfahren wird zur Verbindung von Metallen eingesetzt, wenn Schweißtechnik nicht möglich ist.

Zwei kurze Töne schallen über das Gelände. Achtung: Die Sprengung steht nun unmittelbar bevor.
Jetzt erst wird die Zündmaschine angeschlossen. Nochmalige Überprüfung des Sicherheitsbereichs – und es ertönt ein leiser Knall. Leise?? Aber ja, durch die dicke Abdeckung gegen Splitterflug ist fast nichts zu hören.

Anschließend wird durch den Sprengberechtigten geprüft, ob alle Ladungen auch richtig gezündet sind. Alles gut!! Erst jetzt ertönt das dritte Sprengsignal = 3 kurze Töne: Sicherheit ist gegeben und die Sprengstelle kann wieder betreten werden.

Alles gut verlaufen! Dem neuen Sprengberechtigten fiel eine große Last von den Schultern.

Der Tradition folgend ließ es sich die Gruppenführerin der Fachgruppe Sprengen selbstverständlich nicht nehmen, dem „ihr bisher dienenden“ Helfer, nun die Schuhe zu putzen.


Alle Rechte am Bild liegen beim THW Ortsverband Braunschweig.



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