Unterbreizbach, 16.10.2016

"Aufsteigendes Fass in drei, zwei, eins, JETZT"

So klingt es aus dem Funkgerät. Zu hören ist die Stimme des Leiters der pyrotechnischen Schadensdarstellung. Diszipliniert folgen alle Pyrotechniker seinen Anweisungen. Disziplin und Konzentration sind unabdingbare Voraussetzungen bei pyrotechnischen Schadensdarstellungen mit übenden Einheiten.

Da niemand voraussehen kann, wie sich die Personen an der Unfallstelle bewegen und die Pyrotechniker die herannahenden Einsatzkräfte nicht immer sehen können, muss ein Beobachter die Freigabe zum Zünden geben. So auch wieder bei der Übung bei der Kali und Salz GmbH im Werk Werra in Unterbreizbach am 16.10.2016, an der auch die Fachgruppe Sprengen zur Unterstützung der Pyrotechnik Bergstraße teilnahm.

Als Übungsszenario wurde folgende Situation angenommen: Ein kleiner LKW kollidiert mit einer herannahenden Eisenbahn auf dem Werksgelände. Der Fahrzeuglenker ist eingeklemmt und der Beifahrer herausgeschleudert. Dabei wird er von der Bahn überrollt. Die auf dem Niederbordwagen der Eisenbahn geladenen Baumaterialien werden wegen der Notbremsung durcheinandergeworfen und fangen Feuer, Gefahrstoffe treten aus und es kommt zu Verpuffungen.

Den anrückenden Feuerwehren bot sich ein Bild mit einer schwerst verletzten Person unter einem Eisenbahnwaggon, daneben eine verwirrte Person sowie ein eingeklemmter Fahrer. Brennende Materialien, die verstreut lagen sowie Rauch erschwerten die Lage. Während der Erkundung kam es zu weiteren Explosionen. Die Rettung des Schwerstverletzen mit Armamputation gestaltete sich schwierig und band zunächst viele Kräfte. Beim Herannahen an den Fahrer des LKWs explodierte das verlastete Stückgut. Parallel dazu waren Brände zu löschen und auf weitere Gefährdungen durch Explosionen auf dem Niederbordwaggon sowie umherfliegende Gegenstände zu achten. Gleichzeitig musste das Gefahrgut aus dem Gefahrenbereich geborgen werden.

Diese Aufgaben haben die die drei Werksfeuerwehren sehr souverän gelöst.

Um die Übung realistisch zu gestalten hatte die Realistische Unfalldarstellung (RUD) der Johanniter Unfallhilfe Viernheim sowohl die Verletztendarsteller hervorragend geschminkt als auch das Amputat erschreckend real hergestellt.

Folgende Situationen wurden mit pyrotechnischen Mitteln dargestellt: Brandnester, auseinanderberstende Kartonage auf dem kleinen LKW, aufsteigende Fassdeckel und Fässer, Feuerbälle, Rauch, Explosionen.


Die Fachgruppe Sprengen des Ortverbandes Brauschweig freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, wenn es dann heißt:

„Feuerball in drei, zwei, eins, JETZT“

 


Alle Rechte am Bild liegen beim THW Ortsverband Braunschweig.



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