Braunschweig, 19.08.2017, von Tobias Herrmann

Roadtrip to Hell…

Ein sehr engagierter Ortsbeauftragter fordert uns heraus :)

Öffnen der Fahrzeugtür mit dem Rettungsspreizer

Am vergangenen Samstag wurden wir zu einer Einsatzübung zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig gerufen. Dort waren wir gleich mit verschiedenen und spannenden Einsatzszenarien konfrontiert, die fast alle Bergungs- und Fachgruppen unseres Ortsverbandes gefordert haben.

Das Eingangsszenario war ein Verkehrsunfall der sich zwischen einem PKW und einem Reisebus ereignet hat. Der PKW war so schwer beschädigt, dass es dem zuerst eingetroffenen Rettungsdienst nicht möglich war die Insassen zu befreien. Zusätzlich hat sich die in dem Bus befindliche Schulklasse panisch auf dem Gelände der PTB verflüchtigt. Unsere Aufgabe war es die Personen im PKW aus ihrer misslichen Lage zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben. Zu diesem Zweck wurde das Fahrzeug stabilisiert und mit dem Rettungsspreizer die Türen durch unsere 1. Bergungsgruppe geöffnet.

Aus der Gruppe der Schulklasse waren unter des drei Schüler auf ein Gerüst um ein Gebäude geflüchtet. Eine Schülerin stürzte ab und musste aus einem 3 Meter tiefen Schacht gerettet werden. Die beiden anderen Schüler waren nicht mehr in der Lage das Gerüst zu verlassen und mussten vom Gebäude abgelassen werden. Dafür wurden unsere Höhenrettungsgruppe und die 2. Bergungsgruppe zum Einsatz gerufen.

Im weiteren Szenario ereignete sich bei Bauarbeiten eine Explosion die die Stromversorgung auf dem Gelände der PTB unterbrochen hat. Dadurch ist es bei einem Experiment zur Unterbrechung der Wasserkühlung gekommen, was zu einer unkontrollierten Reaktion hätte führen können. Um dies zu verhindern wurde unsere Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen alarmiert. Diese konnte aus einem Löschwasserteich genügend Kühlwasser zur Verfügung stellen um das Experiment kontrolliert herunter zu fahren.

Die Explosion ereignete sich bei der Verlegung von Gasleitungen in einem Straßengraben. Unglücklicherweise sind dabei mehrere Personen zu Schaden gekommen und mussten teilweise in den Rohrleitungsgräben ärztlich versorgt und dann aus diesen Gräben durch uns gerettet werden.

Auf dem weitläufigen Gelände der PTB mussten natürlich noch die vermissten Kinder aus dem Bus gefunden werden. Weil die personelle Suche in dem Gebiet nicht ausreichend war, wurde die Rettungshundestaffel der Malteser angefordert, die dieses Gebiet wesentlich effizienter durchsuchen konnten, um die restlichen vermissten Kinder ausfindig zu machen.

Das war jetzt nur ein kurzer Überblick über die Aufgaben. Was aber wesentlich an dieser Übung trainiert wurde, war die Zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen. Für beide Seiten (technische Hilfe und Rettungsdienst) war diese Übung eine fantastische Möglichkeit von den jeweiligen Fachwissen zu profitieren.

Vielen Dank an allen Beteiligten! Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund, Feuerwehr Braunschweig und den Helfern aus Schöningen für die Unterstützung und Zusammenarbeit bei dieser sehr interessanten Einsatzübung.


  • Öffnen der Fahrzeugtür mit dem Rettungsspreizer

  • Hand in Hand bei der Rettung

  • Rettungsarbeiten im Schacht

  • Abseilen einer verletzten Person

  • Einsatzstelle Kühlkreislauf

  • Rettung aus dem Rohrgraben

  • Verletztenbehandlungsplatz

  • erste Vermisstensuche bevor die Suchhunde eingetroffen sind

  • Aufräumen

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