08.10.2022

Technischer Zug übt gemeinsam in realitätsnaher Umgebung

Auf dem Gelände der PTB befindet sich ein nicht mehr komplett intaktes Gebäude, das entsprechend abgestützt werden muss. Das machte sich das THW zu nutzen und wandelte dies zusammen in Kooperation mit der PTB in eine Übung mit realem Hintergrund um. Und da auch für den Zugtrupp regelmäßige Übungen des Gelernten notwendig sind, sollte dieser die Übung wie einen realen Einsatz koordinieren.

Quelle: THW / Timo Mueller

So rückte der Zugtrupp des 1. Technischen Zuges (1. TZ) bereits gegen 8.15 Uhr aus dem Ortsverband aus und machte sich auf den Weg zum Einsatzort auf dem Gelände der PTB. Vor Ort angekommen wurde mit der Erkundung der Schadenstelle begonnen, um das Ausmaß der Schäden sowie mögliche Gefahren festzustellen.

Da es sich hier um eine Übung gehandelt hat, lagen bereits wichtigsten Erkenntnisse und notwendige Maßnahmen von einem Statiker sowie unserem Fachberater vom THW vor. Nach Beurteilung der Lage wurde die Bergung des 1. TZ angefordert und eine mobile Zugbefehlsstelle mit Meldekopf nahe dem Einsatzort eingerichtet.

Bereits kurze Zeit später traf der Gerätekraftwagen unserer Bergung an der PTB ein, wurde von einem Lotsen der Werksfeuerwehr zur Schadenstelle geführt und die gemeinsame Abarbeitung des Auftrages konnte gestartet werden.

Der Zugang zur Schadenstelle, in diesem Fall ein Kellerraum, wurde über eine Bodenklappe im Außenbereich realisiert. Mit einem Dreibock, Flaschenzug und Steckleitern wurde unter anderem auch das Material wie Holz und das Abstützsystem selber in die Kellerräume verbracht, aber auch nicht benötigtes abtransportiert. Gleich nebenan wurde ein Platz zum Zuschneiden des Holzes eingerichtet.

Bevor das Abstützsystem im Kellerraum endgültig montiert werden konnte, musste die Fläche noch vorbereitet werden. Dazu wurden Gegenstände wie z.B. Fässer im betroffenen Bereich weggeräumt und die Fläche ausgemessen, um die Montageorte der Stützen entsprechend markieren zu können.

Zur Mittagspause holte der Zugtrupp das Essen von unserem Koch aus der Unterkunft ab und brachte es zum Einsatzort, damit die Kameraden bei Bockwurst und Kartoffelsalat wieder zu neuen Kräften kommen konnten. Nach der kurzen Stärkung wurden die Arbeiten fortgesetzt und die letzten verbleibenden Stützen konnten verbaut werden.

Kurz nach 18:00 Uhr konnte der Einsatz dann beendet werden, sind in die Unterkunft eingerückt und die Bereitschaft für den nächsten Einsatz wurde wieder hergestellt.

Damit ging ein sehr interessanter, aber auch anstrengender Übungsdienst für alle Beteiligten mit vielen Erkenntnissen sowie einer richtig tollen Teamarbeit zu Ende.

 

Hinweis:
Die auf den Bildern gezeigten Gefäße, Fässer und Gasflaschen sind nur leere Übungsobjekte und keine echten Gefahrstoffe.
Die Begutachtung des Raumes durch den Statiker vor unserer Abstützungsmaßnahme ergab, dass lediglich die Decke abzufangen ist und auf eine Verschwertung verzichtet werden kann, da die Wände stabil sind.


  • Quelle: THW / Timo Mueller



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