Braunschweig, 12.03.2016

Fortsetzung: thermisches Trennen

Am Samstag erfolgte die Fortsetzung der Ausbildung im Bereich thermisches Trennen. Außerdem übte die Grundausbildung das Überwinden von Hindernissen.

8 Uhr morgens erfolgte die übliche Begrüßung und Besprechung des Tages und der Termine. Anschließend begaben sich die Bergungsgruppen zu ihrer Schulstunde in ihren Unterrichtsraum. Hier hatte ein externer Ausbilder sich freundlicherweise bereit erklärt die theoretische Ausbildung zu übernehmen und erklärte anschaulich die Grundlagen zu Brennschneidgeräten, Druckgasflaschen, den elektrischen Schweißgeräten, der Trennung mittels Plasma. Ebenso wurden die Handhabung der Geräte sowie verschiedene Sicherheitsvorgaben, -einrichtungen und -maßnahmen erarbeitet. Nach Abschluss der Theorie und einem vitaminreichen Mittagessen begaben sich die Helfer/innen auf das Übungsgelände. Hier wurden vier Stationen eingerichtet: Plasmaschneider, Elektroschweißgerät und zweimal Brennschneidgerät. Dabei wurden der MzkW, der GKW 1 sowie das NEA einerseits zum Materialtransport andererseits als Blendschutz gegen die Schweißlichtbogenstrahlung und natürlich zur Stromversorgung des energiehungrigen Plasmaschneiders eingesetzt.

Brennschneidgeräte werden im THW eingesetzt um brennschneidbare Materialien (i.d.R. Stahl) zu trennen. Weitere Einsatzzwecke sind aber auch die Beheizung der Sauerstoffkernlanze oder vereinzelt das Zusammenschweißen von Blechen mittels Autogen-Schweißen. Ihr Vorteil gegenüber anderen Trennverfahren ist das erschütterungsfreie Arbeiten und die mobile und stromunabhängige Nutzbarkeit. Nachteilig ist der Wärme- und Raucheintrag am Arbeitsort, so dass der Einsatz von der Einsatzlage vor Ort abhängt. Die Geräte gehören zur Grundausstattung des GKW 1.

Der Plasmaschneider ist eines der jüngeren Geräte beim THW. Sein Einsatzzweck ist es, starke Metallstärken zu trennen oder auch Materialien, die nicht brennschneidgeeignet sind wie z.B. Kupfer, Aluminium. Mit seinen 30.000 °C Lichtbogentemperatur widersteht ihm kein elektrisch leitfähiges Material. Ein weiterer Vorteil ist die im Vergleich zum Brennschneider geringere Energieeinbringung im Umfeld um die Schnittkante.

Elektroschweißgeräte dienen beim THW zur provisorischen Reparatur und Instandsetzung. Ebenso können für Einsatzzwecke improvisierte Konstrukte erstellt werden, Anschlagpunkte im nicht sicherheitsrelevanten Bereich oder auch Anschlüsse für das Plasmaschneidgerät gesetzt werden.

Parallel übten auch die Helfer-Anwärterinnen und -Anwärter der Grundausbildung das "Überwinden von Hindernissen". Nach dem Theorieteil am Vormittag wurde auf dem Übungsgelände mit Schere und Spreizer gebarbeitet. Dabei wurde Wert auf den korrekten Aufbau und die Sicherheitsbestimmungen gelegt. Die angehenden Helfer schnitten zunächst Stahlrohre, anschließend wurde eine mehrere Tonnen schwere Betonplatte angehoben. Ebenfalls geübt wurde der Transport verletzter Personen. Dies kann alleine oder mit mehreren Personen sowie mit und ohne Hilfsmittel erfolgen. Beim Transport mit einer Einheitskrankentrage, einer Schleifkorbtrage oder der "SKED"-Trage ist das sichern des Patienten wichtig. Ein großer Teil der 23-köpfigen Grundausbildung sind Studenten der TU-Braunschweig, die sich ihr Engagement auch in Form von Credit Points für ihr Studium anrechnen lassen können.


Alle Rechte am Bild liegen beim THW Ortsverband Braunschweig.




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