13.03.2016

Massenanfall von Verletzten

Die Fachgruppe Sprengen unterstützt bei der pyrotechnischer Darstellung am K+S Kali GmbH Werk Werra.

Am Salzlager mit verschiedenen Förderbändern für die Be- und Entladung und im vorgelagerten Förderbandturm finden umfangreiche Revisionsarbeiten statt. Insbesondere im Kellergeschoss müssen Förderbänder repariert und geschweißt werden. Eine zum Schweißen erforderliche Gasflasche ist undicht und es kommt zu mehreren Verpuffungen. Dies setzt sowohl bereitstehendes Baumaterial als auch verschiedene Betriebsstoffe in der Nähe des Kellereingangs in Brand, die alsbald explodieren und einen nahegelegenen Abfallcontainer ebenfalls in Brand setzen. Durch die Brände entsteht dichter Rauch, der alle Betriebsteile durchdringt und die Verletztensuche erschwert. Die Brände sind zu löschen und verletzte oder vermisste Personen zu retten. 

Am Förderturm erschreckt in großer Höhe ein im Gerüst arbeitender Mitarbeiter derart, dass er abrutscht und in sein Sicherungsgeschirr fällt. Dieser Arbeiter muss ebenfalls gerettet werden.


Aufgrund der Renovierungsarbeiten und des damit einhergehenden Produktionsstillstandes wird eine kleine Besuchergruppe durch die Produktionsanlagen geführt. Bei den Verpuffungen und Explosionen können sich nicht alle Besucher in Sicherheit bringen. Daher werden in den verschiedenen Bereichen mehrere Personen vermisst, die gesucht und gerettet werden müssen.

Dieses Szenario entstammt keinem Zeitungsbericht, sondern ist das Szenario einer Übung am 13.03.2016 der Werksfeuerwehr K+S Kali GmbH im Werk Werra. Derartige Übungen sind notwendig, um die Rettungskräfte auf solche Situationen vorzubereiten und ihre physische und psychische Belastbarkeit zu erkennen, damit sie im Ernstfall sicher und kompetent handeln können.

Die hierfür erforderliche pyrotechnische Darstellung wurde von der Pyrotechnik Bergstraße geplant und mit Unterstützung einiger Helfer der Fachgruppe Sprengen aus Braunschweig durchgeführt. Hintergrund ist, dass die Fachgruppen Sprengen im THW auch pyrotechnische Schadensdarstellungen für eigene und fremde Organisationen durchführen. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, dies zu üben.

Neben konventioneller Pyrotechnik, wie Bränder zur Funkenerzeugung und Knallkörper kamen auch Nebelmaschinen zur Raucherzeugung sowie Gaslanzen zur Erzeugung von Bränden und Stichflammen zum Einsatz. Verfahren, die in Anbetracht der Verletztendarsteller der realistischen Unfalldarstellung und der agierenden Feuerwehren einen erheblichen Sicherheitsfaktor bedeuteten. Erstmalig wurde auch das pyrotechnische Absturzsystem einer Puppe eingesetzt.

Die pyrotechnischen Effekte und die Darstellung der Verletzten brachten die gewünschte Wirkung, so dass die vom Werksleiter konzipierte Übung ein voller Erfolg war. Auch diesmal wurden wieder alle beteiligten von der Werksleitung in hervorragender Weise betreut.

 


Alle Rechte am Bild liegen beim THW Ortsverband Braunschweig.




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